Ein leidenschaftlicher Journalist...

... kann kaum einen Artikel schreiben, ohne im Unterbewußtsein die Wirklichkeit ändern zu wollen..
Rudolf Augstein

FR: Der brave Parteisoldat

2008 Dezember 3
von Jörn Martin Behrens

Lemgo. Hermann Stief ist jetzt 80 Jahre in der Partei, Hubertus Heil noch keine 20. Stief hat unter dem Terror der Nazis gelitten, unter der Folter, dem Zuchthaus. Heil, sagen die, die ihn kennen, leidet derzeit vor allem unter Franz Müntefering.

Lobende Erwähnung durch die Jury des Theodor-Wolff-Preises 2009

Die Welt des Hermann Stief, die er heute feiern soll, kennt Hubertus Heil nur aus den Geschichtsbüchern. Es ist eine Welt, die wenig gemein hat mit dieser hier im feudalen Festsaal des Lemgoer Schlosses Brake, in dem die Kronleuchter funkeln und der Champagner in Sektgläsern perlt.

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Vollstrecker des Volkswillens?

2009 August 21
von Jörn Martin Behrens

Alexander Häusler

Alexander Häusler

Lemgo. Einzig in Lemgo tritt die rechtsextreme Partei „Pro NRW“ bei den Kommunalwahlen in OWL an – und das in allen Wahlbezirken. Die LZ sprach mit dem Sozialwissenschaftler und „Pro NRW“-Kenner Alexander Häusler von der Arbeitsstelle Neonazismus der FH Düsseldorf.

Was macht Lemgo für „Pro NRW“ so attraktiv?
Es ist wohl so, dass die Pro-Bewegung, hinter deren harmlosem Namen eine Partei des extremen rechten Randes steht, es nicht geschafft hat, mehr lesen…

Will Emotionen aufbrechen

2009 April 1
von Jörn Martin Behrens

Lemgo. „Vom Acker in den Tank. Biosprit – Zukunft oder Sackgasse?“ Zu diesem Thema diskutierten der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, und der Lagenser CDU-Politiker Heinrich Kemper am Montag in Lemgo.


Herr Kemper, verzeihen Sie: sind Sie ein ignoranter Wohlstandschauvinist?
Absolut nicht. Die ganze Frage ist in sich falsch!

Sie setzen in ihrem Betrieb auf Bioenergie. Wie genau?
Ich betreibe einen Ofen, in dem ich fast alle biogenen Stoffe verheize: Stroh-Pellets, aber auch Getreide. mehr lesen…

DIE ZEIT: Hass im Herzen

2009 Januar 14
von Jörn Martin Behrens

Lemgo/Gaza. Wie Palästinenser in Deutschland den Krieg im Gaza-Streifen sehen und weshalb auch sie sich ohnmächtig fühlen. Gespräch mit einem aus Gaza eingewanderten Arzt.

„Sie müssen uns schon alle umbringen“, sagt Hazem el Sabassy. „Solange wir leben, werden wir Widerstand leisten.“ Wir, damit meint der Arzt aus Gaza, der an einer Klinik in Lemgo arbeitet, das „palästinensische Volk“; sie, das sind für ihn die Israelis oder „die Zionisten“, wie er sagt. Der Gaza-Streifen, seine Heimat, sei inzwischen „eine neue Form von Konzentrationslager“. Ein „langsames Sterben und Quälen“ betreibe Israel, „um uns mürbe zu machen und jede Lösung aufzuzwingen“. mehr lesen…

LZ: Heiß aufs Eis

2008 November 16
von Jörn Martin Behrens

Lemgo. Eine Drehung aus der Hüfte, der Schläger kratzt über das Eis, Schnee sprüht wie eisiger Funkenschlag. Die Kugel jagt flatternd wenige Zentimeter über dem Boden in der Luft, dann donnert sie mit Krabumm gewaltig ins untere linke Eck.

Das Netz zappelt. Karl-Heinz „Kalle“ Schieweck, der tapfer das selbst gebaute Tor verteidigt, liegt geschlagen auf dem frostigen Spielfeld. Ein halbes Dutzend Schläger werden jubelnd in die Höhe gerissen. 5:4! Freude auf dem minus sechs Grad kalten Boden mehr lesen…

LZ: Deine Nachfolger warten schon…

2008 November 13
von Jörn Martin Behrens

Lemgo. 1999 erkrankte der Schauspieler Michael Lesch („Der Fahnder“) an Morbus Hodgkin. Auf dem „5. Lippischen Krebstag“ des Klinikum Lippe las er am Samstag im Marianne-Weber-Gymnasium aus seinem Buch „Ein Jahr Hölle“.

Im LZ-Gespräch vor seinem Auftritt spricht der 52-Jährige über seine Krankheit, seine Verbindung zu Lemgo und fällt ein vernichtendes Urteil über seine Zunft.

Die Diagnose Krebs ist wie ein Schock. Plötzlich ist die ganze Existenz in ihren Grundfesten erschüttert, alles wird infrage gestellt: wie hat sie die Krankheit verändert?
Gesundheit ist nichts Selbstverständliches. Ich habe immer versucht gesund zu leben, Sport getrieben: Fußball, Tennis, später Golf. Aber niemand ist vor Krebs gefeit. Du kannst 25 Jahre nicht rauchen und dann Lungenkrebs bekommen. Mein Fehler war, all die Jahre keine Vorsorge zu betreiben. Mein Krebsleiden ist daher erst sehr spät erkannt worden. Ich habe mit viel Glück überlebt. mehr lesen…

LZ: Letzter Feinschliff

2008 November 13
von Jörn Martin Behrens

Lemgo. Die Großstadt hat Bernhard Wößmann nie geliebt. Auch in seinem Kunsthandwerk ist er kein Freund des Großen, des Groben. „Klein und filigran“ arbeite er, sagt der 62-Jährige und blättert durch die Mappen mit liebevoll angefertigten Skizzen seiner Schmuckstücke.

Das habe er auch an Lemgo, einer „damals sehr aufstrebenden Stadt“, geschätzt: „klein, historisch gewachsen, liebevoll.“ 30 Jahre ist das her. Drei Jahrzehnte, in denen der Uhrmacher- und Goldschmiedemeister „einem gewöhnlichen Schmuck- und Uhrengeschäft mit 100-jähriger Tradition“, das er damals auf ein Inserat hin übernahm, mehr lesen…